Anwendungsgebiete des Gerätetauchens

Anwendungsgebiete des Gerätetauchens

Das Gerätetauchen wird immer populärer und findet stetig neue Anhänger. Es gibt unter Wasser einfach wahnsinnig viel zu entdecken, die besten Tauchziele hängen dabei auch von den persönlichen Präferenzen des Tauchers ab. Beim Gerätetauchen wird ein Drucklufttauchgerät vom Taucher eingesetzt, er kann aber auch ein Kreislauftauchgerät oder ein Helmtauchgerät verwenden. Am häufigsten wird aber das Drucklufttauchgerät, auch SCUBA genannt, eingesetzt. Mithilfe dieser künstlichen Atemgasversorgung wird es dem Taucher ermöglicht, längere Tauchgänge zu unternehmen und sogar mehrere Stunden unter Wasser zu verbringen. Dieser Versorgung an Atemgas bleibt dabei stets mit dem Taucher verbunden, gefüllt sind diese Tanks in der Regel mit Druckluft, es ist aber auch möglich, Nitrox, Trimix oder Heliox-Mischungen zu nutzen. Es gibt dabei unterschiedliche Formen des Gerätetauchens, viele tauchen rein freizeitlich, andere üben das Berufstauchen aus. Dieser Artikel wird die ein paar beliebte Formen des Gerätetauchens vorstellen.

Technisches Tauchen

Das technische Tauchen nimmt stets an Popularität zu und eignet sich vor allem für Freizeittaucher, die ähnlich tief und lange wie Berufstaucher tauchen möchten. Diese Techniken waren ursprünglich nur Berufstauchern vorbehalten aber finden nun den Weg in die breitere Masse. Bei dieser Tauchart wird in der Regel das Atemgasgemisch während den langandauernden Tauchgängen mehrmals gewechselt, denn je nach Tauchtiefe bieten unterschiedliche Gemische andere Effekte und sind je nach Tiefe gut geeignet. Beim technischen Tauchen werden in der Regel Wing-Jackets, Stage-Flaschen und Vollmasken verwendet, auch Blackplates mit Harness kommen zum Einsatz. Das technische Tauchen geht meistens über das Niveau des Geräte- bzw. Sporttauchens hinaus und erfordert dementsprechend eine spezielle Ausbildung.

Eistauchen

Beim Eistauchen taucht der Taucher unter einer geschlossenen Eisdecke. Dies birgt verschiedene Gefahren, vor allem weil sich die niedrige Wassertemperatur auf die Taucher und deren Geräte auswirken kann. Außerdem ist es gefährlich, da die Tauchöffnung möglicherweise ohne die Führungsleine nicht wiedergefunden wird. In der Regel taucht man in einem zugefrorenen See unter zentimeterdicken Eisdecken, diese Form des Tauchens wird als Extremsport durchgeführt. Üblicherweise benötigt man hierfür einen Tauchanzug, am besten einen Trockentauchanzug, eine Druckluftflasche, zwei komplette Atemregler, sowie ein aufschwimmendes Tauchseil und eine Säge oder Axt. Zudem bietet es sich an, nicht alleine tauchen zu gehen und aufgrund der erhöhten Gefahr stets erfahrene Tauchpartner an seiner Seite zu haben.

Wracktauchen

Ein Schiffswrack ist aus mehreren Gründen für Taucher interessant. Zum einen ist es spannend, ein versunkenes Schiff zu erkunden, zum anderen bietet ein Schiffswrack oftmals eine besonders faszinierende Tier- und Pflanzenwelt, die es sich definitiv lohnt, anzuschauen. Die Tiere und Pflanzen bewohnen oftmals die versunkenen Schiffswracke und bieten ein spannendes Bild. Allerdings birg diese Form des Tauchens Gefahren, denn es unterscheidet sich durchaus vom normalen Gerätetauchen. Gefahren sind unter anderem andersartige Strömungsverhältnisse, hervorstehende spitze Kanten sowie hängengebliebene Fischnetze. Außerdem kann man beim Eindringen in das Wrack möglicherweise hängen bleiben oder steckenbleiben sowie die Orientierung verlieren.

Tieftauchen

Beim Tieftauchen wird eine bestimmte Wassertiefe unterschritten, in der Regel hängt diese Grenze von unterschiedlichen Faktoren ab, beträgt oftmals aber 18 Meter. Ab einer Tiefe von 30 bis 40 Metern wird es richtig gefährlich, da die Luft toxisch wird. Dementsprechend sollten nur erfahrene Taucher in diese Tiefen abtauchen.